85 Jahre Hotel Hochschober auf der Turracher Höhe

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Mitten in Österreich, genauer in den Nockbergen auf der Turracher Höhe, liegt ein Hotel, das so gar nicht in die Alpen zu gehören scheint. Wer zum Hotel Hochschober fährt, hält nämlich im Ort am besten auf einen chinesischen Turm zu. Das ist aber bei weitem nicht das einzige ungewöhnliche - und bei weitem nicht das einzige, in das man sich als Gast so richtig verlieben kann. 

 


Ihr wisst ja inzwischen, wir sind immer auf der Suche für euch nach besonderen und aussergewöhnlichen Reisezielen. Und wir probieren diese Reiseziele auch selber aus, bevor wir sie - falls empfehlenswert - auch tatsächlich vorstellen.

Mit dem Hotel Hochschober in Österreich, genauer im Bundesland Kärnten, habe ich ein Hotel entdeckt, das meine Neugier von Anfang an geweckt hat.

Auf über 1700 Metern Höhe gelegen, direkt an der Grenze zwischen den beiden österreichischen Bundesländern Steiermark und Kärnten gelegen, hat das Hotel auf Holidaycheck eine unglaubliche Weiterempfehlungsrate von 98 % und gilt als eines der besten und bekanntesten des Landes.
Ausserdem trägt das Hotel Hochschober neben anderen auch die Auszeichnung als "Best Welllness Hotels", was derzeit gerade mal 24 Hotels in ganz Österreich und Südtirol gelingt, denn die Anforderungen sind sehr hoch, gilt es doch 1600 Kriterien zu erfüllen. 


Was ist das für ein Haus, das - obwohl gefühlt im Nirgendwo gelegen, so eine tolle Resonanz bei seinen Gästen schafft? 

Das wollte ich herausfinden, und deshalb sind wir losgefahren, ins Land Weitweitweg hinter den mehr als sieben Bergen. Gefunden haben wir zwar keine sieben Zwerge, aber dafür etwas, das noch eine ganz grosse Liebe werden könnte.

Obwohl der Anfang ein gar nicht so leichter war. Doch dazu später mehr. 


Geschichte - 85 Jahre Hochschober 

Die Wurzeln des Hotels gehen zurück ins Jahr 1929. Damals eröffneten Hans und Hilde Leeb den Gasthof Hochschober, der ursprünglich Wanderern eine gemütliche Einkehr bieten sollte.

Wieder vielen Unkenrufen lief das Geschäft gut, auch weil die Familie Leeb von Anfang an auf Qualität und Herzlichkeit setzte.

Übrigens, 85 Jahre Hochschober wurden und werden das ganze Jahr 2014 mit speziellen Programmen gefeiert. Mehr davon erzähl ich euch weiter unten beim Punkt "Angebote im Hotel". Ihr dürft also gespannt sein :-)

Als 1967 Barbara und Peter Leeb das Hotel Hochschober übernahmen, wehte dann ein besonders "mutiger und innovativer Wind" hoch oben auf den Turracher Höhen.

So wurde zum Beispiel ein ganzjährig auf etwa 30 Grad geheizter Swimmingpool in den Turracher See gebaut - das erste seiner Art in den Alpen.

Später wurde das Hotel Hochschober noch um ein original Hamam (!) und 2005 um einen Chinaturm erweitert - und bitte, das in Kärnten, mitten in den Alpen! Aber immerhin, das Hotel ist bei der Anfahrt leicht zu finden.

Mein spezieller Tipp: So einige Geschichten aus ihrem ungewöhnlichen Leben hat Barbara Leeb im Buch "Jahresringe erzählen" festgehalten. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel ein chinesischer Turm nach Kärnten kam, erfährt >>>in diesem Link so einiges mehr.

Seit 2003 hat das Ehepaar Karin Leeb und Martin Klein die Führung des Hotels übernommen. Das Hochschober bleibt also weiterhin im Besitz der gleichen Familie, und es ist sicher gestellt, dass das Hochschober auch weiterhin einen Weg der absoluten Spitzenqualität gehen wird.

Ihr seht schon jetzt - so gaaanz normal ist das Hotel Hochschober nicht. Was sich auch in der Philosophie niederschlägt...


Philosophie

Ui, da sind wir jetzt bei einem Punkt. Wie schon erzählt, das Hotel Hochschober ist kein Allerwelts-Hotel. Wenn ihr mich fragt, dann sind es drei Punkte, die das Hochschober ausmachen:

Gastfreundschaft. Wohlfühlen. Und immer wieder für eine Überraschung gut.

Es sind die vielen kleinen Dinge, die eine Liebe zum Hotel Hochschober wachsen lassen. Ob der Lift, der sich plötzlich als Panorama-Lift outet und eine atemberaubende Aussicht auf die Umgebung freigibt. Oder die Teestube im Chinaturm, die mit wunderbaren Teedüften und heimeliger Ruhe Entspannung pur bietet.







Oder auch zahlreiche Veranstaltungen, wie die Lese-Abende am Kaminfeuer, oder ein Lauftraining mit kenianischen Spitzensportlern.

Da ist aber auch die Chefin Karin Leeb höchst persönlich, bei der man das Gefühl hat, sie habe mehr als nur Zwei Hände und zwei Augen, denn sie ist überall tätig wo grad Not am Mann(frau) ist.

Ob am Empfang, als Gästeführerin oder beim Eiswägelchen, im Service oder bei der Lätzchenverteilung für Baby und Teddybär :o). Oder auch als Gastgeberin beim Fest zum 85jährigen Jubliäum.







Die EINE Philosophie, die glaub ich gibt es nicht. Braucht es doch auch nicht. Schlussendlich zählt, dass sich die Gäste wohl fühlen. Und das tun sie hier, sogar sehr wohl fühlen sie sich.

Ein eindeutiges Zeichen dafür ist auch der überaus hohe Anteil an zufriedenen Stammgästen. Wie zum Beispiel der Jürgen aus der Nähe von Frankfurt, der schon als kleiner Junge mit seinen Eltern hier die Ferien verbrachte und heute mit seiner Frau Claudia hier ist.


Claudia und Jürgen, das sind die zwei in der Mitte :-)

Und natürlich kommen die zwei auch künftig wieder. 


Die Zimmer...

... sind in verschiedenen Kategorien buchbar, je nachdem, ob allein, zu zweit oder als Familie angereist wird. Die kleinsten haben eine Grösse von knapp 30 m2, die grössten etwa 45 m2. Zudem sind auch Appartements zu haben.

Natürlich haben alle Zimmer Bad und/oder Dusche (WC ist meist extra), eine kuschelige Wohnecke mit Flachbildschirm-TV und zudem kostenloses WLAN mit einer mehr als vernünftigen Geschwindigkeit.











Ein Mobiltelefon-Netz bieten hier oben nur die östereichischen Anbieter Drei und A1 an, beide in der Edge-Variante. Im Hotel selbst werden Handys aber nicht gerne gesehen - sehr angenehm, einmal nicht dauernd irgendwelche Piepstöne zu hören.


Essen und Trinken

Verarbeitet wird in der Küche, was entweder vor der Haustüre wächst oder aus der Region stammt. Nur Weniges wird sonstwoher "importiert". Wer abnehmen will, wird sich hier richtig schwer tun - zu gross sind allerlei leckere Versuchungen :-)








Und ja, auch rein vegane Speisen gibt es. Diesmal haben wir davon probiert, aber wollten dann lieber den echten Veganern nichts wegnehmen... ;-) 

Der Service ist aufmerksam und schnell, und in den meisten Lehrlingen wachsen ganz tolle Fachkräfte heran. Toll auch, dass auch in junge MitarbeiterInnen schon viel Vertrauen gesetzt wird und die vieles machen dürfen - und auch können.




Das Wetter... 

... kann wie überall in den Bergen auch mal schnell umschlagen. Und ganz besonders hier oben auf über 1770 Metern!

Auf jeden Fall warme und wetterfeste Kleidung genauso einpacken wie eine gute Sonnencreme, denn egal ob Sommer oder Winter: Die Sonne ist ganz schön kräftig hier oben. 

Wie das Wetter aktuell ist oder wird, das  >>>kannst du hier schnell nachschauen :)

Nachsatz für WintersportlerInnen: Soll ein ganz tolles Skigebiet sein hier, der nächste Schilift ist nur wenig vom Hotel Hochschober entfernt. 


Angebote im Hotel

Auch hier wieder: Es ist nicht die Liebe auf den ersten Blick, aber es sind viele kleine Überraschungen, die schon hinter der nächsten Ecke oder bei der nächsten Abendveranstaltung auf die Gäste warten.











Los ist eigentlich immer was. Neben speziellen Veranstaltungen (von denen ihr >>>hier mehr erfahren könnt) gibt es natürlich auch das "ganz normale" Programm - wenn man hier von "normal" sprechen kann.

Alles konnten wir natürlich nicht ausprobieren, aber zwei Sachen sind echt ein Muss für euch, wenn ihr mal Urlaub im Hotel Hochschober macht:

  1. Die neue Sauna-Welt, die sich wunderbar mit dem beheizten Pool im Turracher See verbinden lässt (ihr erinnert euch noch?), und dann unser Highlight:
  2. Der original Hamam.












Einfach wOw! Wer das einmal gemacht hat, könnte - so haben uns das auch einige andere Gäste bestätigt - fast süchtig werden. 

Mein Spezial-Tipp: Fragt beim Hamam nach Hermann oder Walter. Ihr werdet`s nicht bereuen :-)




Schöne Grüsse übrigens, und ja, immer noch sauber... Apropos sauber, hier auch noch ein paar Bilder aus der Wellness-Welt des Hotel Hochschober.

















Für die kleinsten Gäste gibt es zudem einen tollen Abenteuer-Bereich mit Bastel- und Spielzimmer, dazu ein "voll krasses Baumhaus" und vieles mehr. Auch für die Betreuung der Kleinen ist also gesorgt.




Natürlich gibt`s auch ausserhalb des Hotels eine Menge zu erleben. 


Unterwegs auf der Turracher Höhe und Umgebung

In der Region rund um das Hotel Hochschober findet jede(r) etwas, das gefällt. Vom entspannten Wandern oder Spazieren bis hin zu etwas mehr Nervenkitzel.

Keine drei Steinwürfe entfernt befindet sich zum Beispiel der Nocky Flitzer - ein echt heisses Teil :-), aber nichts für schwache Nerven. 




Weitere aktuelle Angebote findest du direkt auf der Homepage des >>>Tourismusverbands der Region.


Anreise

Ausser dem eigenen Fahrzeug bleibt hier keine grosse andere Wahl. Busreisen vielleicht noch, gut, ja. Ansonsten sind die Anfahrtswege, egal woher ihr kommt, recht gut.

Nur der letzte Teil auf den Berg rauf zieht sich ein wenig, weil die Strassen nicht unbedingt den besten Asphaltbelag haben und man deshalb lieber eher langsam fährt.




Aber auch das geht vorbei - und ist man erst mal oben, belohnt ein herrlicher Ausblick und wunderbar frische Luft für den Anfahrtsweg.

Ach ja, ich hab weiter oben von einem eher schwierigen Start zwischen mir und dem Hotel Hochschober geschrieben. Das, weil das Hochschober kein Hotel ist, in das man sich unbedingt gleich verliebt. Da gibt es archetektonisch gesehen viel aufregendere.

Das Hotel Hochschober baut eine Liebe langsam, aber sicher auf. Mit all den Aufmerksamkeiten und Überraschungen, von denen ich euch hier ein paar vorgestellt habe. Oh da fällt mir gerade die äusserst nette Stephanie vom Empfang ein, die die Gäste mit einem Glässchen Sekt und einer leckeren Gulaschsuppe herzlich Willkommen heisst.

Die Folge ist, dass man echt ungern wieder abfährt - und sehr, sehr gerne wiederkommt.


Wer macht hier Urlaub

Dieses Hotel empfehle ich jenen, die Urlaub auf hohem Niveau machen wollen, gerne aber auch offen für Überraschungen sind. Dieses Hotel lebt viel von Gegensätzen, wie zum Beispiel dem chinesischen Turm mitten in den Alpen.

Oder eben einem Tanzabend nur wenige Meter entfernt vom ruhigen Lesesaal. Ein paar Meter weiter glaubt man sich in einem ganz anderen Hotel...

So sind auch die Gäste hier. Vielseitig interessiert, weltoffen, mit beiden Füssen am Boden. Von der Herkunft übrigens recht bunt gemischt - die meisten Gäste kamen als Paare oder Familien, aber auch ein paar Singles waren dabei. Die meisten kamen aus Deutschland und Österreich, künftig hoffentlich auch ein paar mehr aus der Schweiz :-)

Auf jeden Fall ein Hotel, in das man sich sehr schnell verliebt. Wir auf jeden Fall fanden es richtig schade, als wir wieder abgereist sind.


Lust auf mehr?

Mehr Infos und die Möglichkeit für Buchungen findest du direkt auf der >>>Homepage des Hotels Hochschober. Die Familie Leeb und Klein heisst euch "Herzlich Willkommen"





Viel Spass und lasst uns gerne gleich anschliessend in den Kommentaren wissen, wie EUCH der Urlaub im Hotel Hochschober gefallen hat :-)

Ein paar mehr Impressionen hab ich euch natürlich noch mitgebracht.




Scrollen oder beliebiges Bild anklicken 
für bessere Auflösung!








 
















 










 

























 


















 


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