Von der Toskana zu Fuss in die Schweiz- Ochse "Gorbatschow"

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Peter Kuster  (Kantonsrats in St Gallen) mit dem Ochsen, den es laut italienischen Behörden gar nicht gibt ...

Den langen und beschwerlichen Weg- aus der Toskana durch halb Italien in die Schweiz - und das mit einem Ochsenkarren mit Besatzung! Zu bestaunen war dieses Abenteuer 2012 an den Filmwochen im Schweizerischen Solothurn. Und ein Ochse schrieb abseits des Festivals Schlagzeilen. Denn ein Ochse, der aus Italien in die Schweiz eingereist war, durfte nicht mehr zurück - weil es ein Ochse ist.


Kurz zurück zu den Solothurner Filmwochen. Dort lief auch der Schweizer Film "a passo di bove" (etwa: eine Ochsentour) unter der Regie von Hugo Sigrist und Markus Baumann.

Darin wird erzählt, wie die Hauptdarsteller (ein paar maremmanische Ochsen sowie Walter Messmer und Margrit Streuli Messmer) von der Toskana quer durch Italien in die Schweiz gewandert sind.


Fühlt sich wohl im "Asyl" bei Peter Kuster auf dem Tratthof. Ochse Gorbatschow

Doch mit der Tour von der Toskana in die Schweiz war das Abenteuer noch lange nicht vorbei. Denn einer der Ochsen, unser "Held" Gorbatschow, durfte nach seinem Kurzurlaub in der Schweiz nicht mehr zurück nach Italien. Warum?

Weil es in Italien angeblich gar keine Ochsen mehr geben soll. Und was es nicht gibt, das darf nicht rein ins Land. Sagten die italienischen Behörden beim Ausreise-Versuch.

Also musste Gorbatschow in der Schweiz bleiben. Asyl fand er bei Peter und Theres Kuster auf dem Tratthof im Schweizerischen Diepoldsau. Auch weil sein Besitzer, Walter Messmer, zu jener Zeit im Spital war und dadurch nicht mehr alle (steinigen) Behördengänge tätigen konnte. 





Wie die Geschichte weiterging?

Leider verstarb Walter Messmer bald darauf im Spital. Für Ochse Gorbatschow sah es ab diesem Moment sehr schlecht aus. Zurück nach Italien durfte er ja nicht, es drohte die Notschlachtung.

In diesem Moment sprangen Peter Kuster, wir mit Berichterstattungen in unseren Blogs sowie andere Medien ein. Auch auf Druck der dann mehr als interessierten Bevölkerung lenkten zumindest die Schweizer Behörden ein - Gorbatschow durfte bleiben.

Heute lebt der "grösste Ochse der Schweiz" friedlich auf dem Tratthof des Peter Kuster - und wird es wohl bis an sein natürliches Lebensende auch weiterhin tun :-)

Übrigens, hier >>>erfährst du mehr über die wunderbare Toskana


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