Land der Traditionen und Kamelkämpfe- Türkei

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Momentan finden wieder überall in der Türkei die alljährlichen  Kamelkämpfe statt. Das ist  ein wahres Spektakel und im Gegensatz zu spanischen Stierkämpfen völlig harmlos. Bei den Kamelkämpfen geht es nämlich nicht darum, die Tiere zu verletzten, nein die Macho- Männchen buhlen um die Gunst der Weibchen.



Von Januar bis März ist die Brunftzeit der grossen "Wüstenladys", das macht die Kämpfe überhaupt erst möglich. Weil es nie richtig kalt wird, findet das Vergnügen immer im Freien Anfangs des Jahres statt. Mugla und Aydin sind die beliebtesten Kampf-Regionen; Selcuk gilt als Hochburg und schwebt dann in einem ausgelassenen, karnevalsartigen Taumel.

Die Kämpfe finden in den Ruinen des bis auf den letzten Platz besetzten antiken Theaters von Ephesus statt. Auch in den Kleinstädten und Dörfern der Provinzen Izmir, Aydin und Denizli, aber auch in Kumluca bei Antalya, in Burdur und Isparta, und in der Marmararegion (Balikesir und Çanakkale) gibt es Kamelkampf-Festivals.




Die Kamelkämpfe  werden von einem grossen Volksfest begleitet. Die wunderbar geschmückten Kamele werden einen Tag vor dem Kampf durchs Dorf geführt und zur Schau gestellt. Die Besitzer zeigen mit Stolz, was sie aus ihren Tieren gemacht haben, denn die Kamele werden von ihren Besitzern gehegt und gepflegt, manchmal sogar besser als die eigene Familie!

Alleine durch die Anwesenheit fruchtbarer Weibchen werden die Männchen in Kampfeslust gebracht. Beim Kampf tragen sie einen Maulkorb, wodurch gegenseitige Verletzungen  ausgeschlossen werden.

Die Kamele zwingen sich, wie im Ringersport üblich, zu Boden.  Eine Runde der mehr als 50 Kämpfe gilt als beendet, sobald eines der beiden raufenden Kamele  brüllt oder zu Boden geht. Die Volksfeststimmung wird durch Raki, Musik und Tänze begleitet und angeheizt.

Jeder Türkeibesucher sollte mal einen solchen Kamelkampf besuchen. Es wird bestimmt zu einem unvergesslichen Erlebnis!






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