Ein Land der Gegensätze- Mexiko

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Es ist ein Land der Gegensätze wie wenig andere auf dieser Welt. Auf der einen Seite das Touristenparadies mit Karibik, wunderschönen waldreichen Landschaften und Zeugnissen alter Hochkulturen wie zum Beispiel  die Maya-Pyramiden. Auf der anderen Seite haben viele Regierungen Reisewarnungen für Mexiko ausgegeben - wegen dem erschreckenden Drogenkrieg im Land. 





Für Mexiko ist der Tourismus eine der wichtigsten Stützen der Wirtschaft. Er sorgt mit den Einnahmen vor allem für Beschäftigung und regionale Entwicklung, etwa durch den Bau von Strassen, Flughäfen, Schulen und Krankenhäuser. Die Zahlen sind beeindruckend: Allein im Jahr 2004 entstanden im Tourismus 66 000 neue Arbeitsplätze.

Die Riviera Maya - der etwa 140 Kilometer lange Küstenstreifen auf der Halbinsel Yucatán ist ein beliebtes Touristenziel. 

Insgesamt beschäftigt die Tourismusindustrie mehr als 1,8 Millionen Menschen. Die Zahl derjenigen, die vom Tourismus leben, dürfte aber viel höher sein. Kein Wunder, reagieren die Menschen sehr sensibel auf alles,  was die Sicherheit der Touristen und damit den Tourismus als Einnahmequelle gefährden könnte. 


Doch eine Gefahr wird immer grösser: Der zunehmend um sich greifende Drogenkrieg zwischen der Regierung des Landes und den zahlreichen Drogenbanden. Vom Drogenhandel leben nach Schätzungen rund 500 000 Menschen in Mexiko. Zwar befinden sich unter den Toten des Drogenkrieges in Mexiko bislang keine Touristen - dennoch hat die allgemeine Verunsicherung Auswirkungen auf den Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequelle des Landes.




Waren bislang Touristenhochburgen vom Drogenkrieg verschont geblieben, hat vor allem in den letzten Monaten das Überschwappen des blutigen Mordens auf die Touristenhochburg Acapulco dem Ruf des Landes als sicheres Touristenland schwer geschadet. Auch mit finanziellen Folgen.

Die Einnahmen aus dem Tourismus sanken laut Angaben des Tourismusministeriums um satte 3,3 Prozent. Nicht nur, weil ausländische Gäste wegblieben, auch die Reisefreudigkeit der Mexikaner liess nach. Reisten von Januar bis September des Jahres 2010 noch 55 Millionen durchs Land eingeschränkt haben. Waren 2010  bis September 2010 noch 60 Millionen Reisebewegungen von Mexikanern registriert worden, waren es 2011 fast acht Prozent weniger, nämlich 55 Millionen.

Was die mexikanischen Verantwortlichen noch viel mehr beunruhigt ist, dass die Besucherzahlen Jahr für Jahr beständig zurückgehen. Vorallem aus den USA, woher fast die Hälfte aller ausländischen Touristen kommt, wählen immer weniger Menschen Mexiko als Destination. Die Gründe liegen in der Wirtschaftskrise, aber auch in der Sicherheitslage. Der Reiseveranstalter Travel Impressions berichtete Mitte des Jahres von einem Rückgang um 15 Prozent im US-Geschäft

Die mexikanische Tourismusindustrie versucht, mit mehreren Initiativen dem Negativtrend entgegenzuwirken. Etwa mit günstigen Paketen für Urlauber, die sich immer noch zu Millionen an der Karibikküste oder am Pazifik erholen.

Jetzt kam eine neue Attraktion hinzu: Mexikos Essen, das seit dem vergangenen Jahr Weltkulturerbe ist. Insgesamt acht Routen unter dem Motto "Mit dem Geschmack von Mexiko" sollen den Besuchern im ganzen Land die mexikanische Küche mit ihren Ursprüngen bei den Mayas und Azteken, aber auch aus Spanien nahebringen.

Und im laufenden Jahr, so hoffen die mexikanischen Tourismus-Manager, sollen auch die angebliche Maya-Prophezeiung vom Weltuntergang im Dezember 2012 Tausende von Touristen zu den Pyramiden locken.

"Wir werden der ganzen Welt die Magie der Mayas näherbringen", kündigte Präsident Felipe Calderón kurz vor Jahreswechsel an. ¨

Über 500 Ausstellungen, Konferenzen und Festivals in den archäologischen Stätten der Bundesstaaten Yucatán, Quintana Roo, Chiapas, Campeche und Tabasco sind dazu geplant.




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