Ein besonderes Naturschauspiel beim Martinsloch

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Das Martinsloch- Zweimal im Jahr findet dort ein ganz besonderes Naturschauspiel statt - ein ganz besonderer Sonnenaufgang nämlich. 


Das alpine Lichtschauspiel im 800-Seelen-Dorf Elm, zuhinterst im Sernftal, wo der Kanton Glarus an die bündnerische Surselva grenzt, zieht jedes Jahr im Frühling und im Herbst unzählige Schaulustige an.

Das Martinsloch, das ist ein rundes Loch von etwa 19 Meter Durchmesser in den Tschingelhörnern, knapp unterhalb des Grates, der die Grenze zwischen den Schweizer Kantonen Glarus und Graubünden bildet.

Im Frühjahr und im Herbst, März und September scheint die Sonne morgens durch das Loch genau in den Ort Elm hinunter.

Die Kirche in Elm wurde eigens so gebaut, dass der Kirchturm durch dieses Loch von der Sonne wunderschön bestrahlt wird.



Zwischen der kleinen, 1493 bis 1510 erbauten Kirche und einfachen Holzhäusern erwartet jedesmal eine grosse Menschenmenge diesen ganz besonderen Moment.

Dann nämlich lässt die Sonne durch das etwa 19 m hohe Felsenfenster hindurch für etwa zweieinhalb Minuten den Kirchturm und die Wiese neben dem Gotteshaus hell erstrahlen.

Aber auch bei dunstigem Wetter ist das ein erlebenswertes Ereignis.

Denn bei seinem Durchtritt durch das Loch bildet das Sonnenlicht wie ein Scheinwerfer einen deutlich erkennbaren 4,7 km langen Lichtkegel, der einen etwa 50 m grossen, runden Lichtfleck auf das Gelände um Elm wirft.

Übrigens, nur alle 19 Jahre scheinen Sonne und Mond am gleichen Tag durch die kreisrunde Öffnung.

Zum letzten Mal geschah dies am 30. September 2001. Mehrere Zehntausend Schaulustige sind aus allen Landesteilen angereist um bei diesem ganz speziellen Ereignis dabeizusein. Und es werden beim nächsten Mal sicher wieder mindestens so viele sein.




Ein Dankeschön an unsere Stammleserin Lisa aus Rebstein die mir die Anregung zu diesem tollen Bericht gab :o)



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