Der Herbst ist da und mit ihm die Bauernregeln!

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Der Herbst ist da - und wie das Wetter wird, dazu hier ein paar Bauernregeln.

Zuvor  kurz ein paar Worte, wie Bauernregeln überhaupt entstanden sind: Einfach durch Beobachtung und Erfahrung. Denn wie das Wetter wird, das war früher noch viel mehr als heute überlebenswichtig. Zur falschen Zeit die Saat ausgebracht konnte durchaus den Hungertod bedeuten. 

Aus Beobachtungen heraus wurde also versucht, Rückschlüsse auf später kommende Ereignisse zu treffen. Wichtig dabei sind sogenannte "Lostage", von denen dann auf weitere Wetterverhältnisse geschlossen wurde. 

Beispiele dafür sind ""Ist Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass", "In der Walpurgisnacht Regen bringt uns reichen Erntesegen" oder auch "Ein kühler Mai wird hochgeacht’, hat stets ein gutes Jahr gebracht."
 
Natürlich stimmen Erfahrungen eines Bergbauern in den Alpen nicht mit jenen eines Bauern nahe der Ostsee zusammen. Lange Zeit verlacht, stellten Forscher Ende des 20. Jahrhunderts nach statistischen Überprüfungen dennoch fest, dass wenn man auf das Entstehungsgebiet der jeweiligen Regel achtet, Bauernregeln als Erfahrungswerte relativ häufig zutreffen - zu häufig, um Zufall zu sein.

Deshalb hab ich euch nachfolgend ein paar Bauernregeln mitgebracht, die für möglichst alle Gebiete gleich gelten:



Blühen im Herbst die Bäume auf`s neu, währet der Winter bis zum Mai.

Ein Herbst, der gut und klar, ist gut für das kommende Jahr.

Fällt das Laub im Wald sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell`.

Fällt das Laub recht bald, wird der Herbst nicht alt.

Fällt im Herbst das Laub sehr früh zu Erden, soll ein feiner Sommer werden.

Fette Vögel und Dachse, dann pfeift der Winter die Achse.

Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.

Halten Birk` und Weid´ ihr Wipfellaub lange, ist zeitiger Winter und gut Frühjahr im Gange.

Hat der Herbst zum Donnern Mut, wird das nächste Jahr wohl gut.

Herbst Oktoberwind, glaub es mir, verkündet harten Winter dir.

Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh`.

Im Herbst muss man nicht mehr von Tulpen und Rosen träumen.

Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein.

Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell.

Je fetter die Vögel und Dachse sind, um so kälter erscheint das Christkind.

Je trockener der Herbst, je kälter der Winter, je besseres Jahr.

Konnte man den Herbst loben, wird der Winter stürmen und toben.

Raufrost auf der Flur, milder Witterung Spur.

Raufrost in Feld und Garten, lässt mildes Wetter erwarten.

Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Späte Rosen im Garten lassen den Winter erwarten.

Treffen die Streichvögel zeitig ein, wird früh und streng der Winter sein.

Viel Nebel im Herbst deuten auf schneereichen Winter.

Viele Buchnüsse und Eicheln, dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.

Wenn die Bienen ihre Stöcke früh verkitten, kommt bald ein harter Winter geritten.

Wenn die Eichen viel Früchte tragen, wird ein langer Winter tagen.

Wenn die Zugvögel sich vereinen, wird der Winter bald erscheinen.

Wenn rau und dick der Hasen Fell, dann sorg für Holz und Kohle schnell.

Wer den Acker im Herbst nicht stürzt, hat seine Ernte zur Hälfte gekürzt.

Wer im Herbste hell Wetter will, hat im Winter der Winde viel.

Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen, so wird ein kalter Winter erschallen.

Wird das Obst sehr langsam reif, gibt's im Winter statt Eis nur Reif.



Der Winter wird dir echt zu kalt? Na, dann hast du ja richtig Glück, dass du hier im REISE.fieber-Blog nach tollen Urlaubszielen Ausschau halten kannst :-)



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