Das Paradies der Flamingos in Gefahr

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Das Paradies der Flamingos ist in Gefahr! Wild, beeindruckend und grösstenteils unberührt. Es ist wohl eine der ursprünglichsten Gegenden Tansanias: Der Lake Natron und seine Umgebung. Hier wohnen seit Ur-Generationen die Massai, die hier ihre traditionelle Lebensweise leben und pflegen wie ihre Ahnen und Urahnen zuvor, kaum von der Moderne beeinflusst.


Und es ist ebenfalls das Zuhause von Millionen von verschiedensten Vögeln. Das macht es auch besonders interessant für Vogelkundler, die hierher kommen, um verschiedenste Vogelarten zu beobachten. Was gar nicht so einfach ist, denn dieser Teil der Welt ist extrem unzugänglich - weshalb von der Parkverwaltung bisher auch keine besonderen Massnahmen ergriffen werden mussten, um die Vögel zu schützen - das erledigte schon die rauhe Natur.

 
Was den Lake Natron noch so besonders macht: Hier brüten etwa drei Viertel aller Zwergflamingos! Aber jetzt ist das schöne Vogelparadies bedroht, weil die Regierung eine Soda-Gewinnungsanlage plant.

Doch noch ist der Lake Natron ein Paradies für jene, die es bis hierher geschafft haben. So kann man u.a. auf einer Flusswanderung zwei Wasserfälle besuchen und bei einer Uferwanderung die Flamingos beobachten. Nicht selten bekommt man sogar Giraffen und andere hier lebende Wildtiere zu Gesicht.

 
Wer es abenteuerlicher will, für den bietet sich auch eine Bestgeigung des nahe gelegenen Oldonyio Lengai an. Oldonyio Lengai liegt im Herzen des Great Rift Valleys und ist der einzige aktive Vulkan Tansanias. Seine Gefährlichkeit stellte er immer wieder unter Beweis. Allein im letzten Jahrhundert ist er 15mal ausgebrochen. Bei den Massai gilt dieser Vulkan als heilige Stätte.

Bei der durchaus anspruchsvollen Besteigung des “Gottesberges” kann man an einigen Stellen auch derzeit noch flüssige Lava entdecken. Einmal auf dem Gipfel des Berges ist ein sagenhafter Ausblick auf die umgebende Landschaft der Lohn.

 
Bei Touristen kaum bekannt ist der eindrucksvolle und ebenfalls fast unberührte Lake Eyasi. Und er ist nicht nur wegen seiner Länge von über 50 Kilometern ein richtig beeindruckender See.

Er erstreckt sich für den Betrachter gefühlt bis weit über den Horizont hinaus. Das Szenario könnte glatt einem Science-Fiction-Film entsprungen sein, denn nordöstlich des leicht alkalischen Sees befindet sich ein eindrucksvolles Kraterhochland, nördlich des Sees liegen die weiten Ebenen der Serengeti.

 
Das Gebiet wird von den Hadza und den Watindiga bewohnt. Diese leben auch heute noch in kleinen Gruppen, jagen mit Pfeil und Bogen und sammeln auch Wurzeln, Knollen und Früchte - eigentlich leben diese Buschmänner nicht viel anders als ihre Vorfahren.

Früher lebten die Hadza und die Watindiga in der Serengeti. Sie wurden jedoch in das Gebiet um den Lake Eyasi verdrängt, als vor etwas mehr als hundert Jahren die mächtigeren Massai Stämme den Ngoromgoro und die Serengeti besiedelten.

Zusammen mit den Datoga sind die Hadza und Watindiga die letzten überlebenden Stämme von Buschmännern in Ostafrika.

der Stamm der Hadza





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