Normandie. Träume von Etretat und Kreidefelsen

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Wenn Sie « Normandie » hören, an was denken Sie dann? An Kreidefelsen,  Wilhelm den Eroberer, den Mont-Saint-Michel oder an den D-Day? Ja, das alles gehört dazu. Jeder Quadratmeter der Region birgt pure Geschichte: Kelten, Römer, Franken, Wikinger waren schon hier. Wann kommen Sie, um die normannische Geschichte zu erkunden?



Das Wort Normandie löst bei mir persönlich schöne Gedanken aus. Die wunderschönen Bilder vom Strand, dem stahlblauen Wasser und den märchenhaften Kulissen, die aus dem Wasser ragen wie z.B. dem berühmten Kreidefelsen, der  mich an einen Elefanten erinnert, lassen mich ins Träumen geraten.

Welch wunderbares Naturschauspiel, das nicht nur mir sondern vielen berühmten Künstlern Anregungen für tolle Bilder und Geschichten lieferte.




Angeführt von Rollo kamen im 9. Jahrhundert die Wikinger aus Norwegen und Dänemark. Aus diesem Grund kam die Normandie auch zu ihrem Namen, denn diese Region ist das Land der Normannen.

Burgen und Klöster wie z.B. Jumièges sowie unzählige Dorfkirchen sind Zeugen ihrer hohen Kultur. 911 übertrug der Frankenkönig Karl der Einfältige die Untere Normandie an den Normannen Rolle, um den ständigen Kämpfen ein Ende zu bereiten.

Wilhelm, Abkomme des Norwegers Rollo, segelte 1066 mit einer gewaltigen Armada über den Ärmelkanal, er ging siegreich aus der Schlacht von Hastings hervor und wird König von England. So geht Wilhelm der Bastard als Wilhelm der Eroberer in die Geschichte ein.

Der Legende zufolge erschien 708 der Erzengel Michael dem Bischof von Avranches mit dem Auftrag zum Bau einer Kirche auf der Felseninsel, die heute als der Mont-Saint-Michel bekannt ist.

Doch der Bischof folgte der mehrfach wiederholten Aufforderung nicht, bis der Engel ihm mit seinem Finger ein Loch in den Schädel brannte. So wird die Gründung der Abtei auf das Jahr 708 datiert. Heute ist der Mont-Saint-Michel eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs.


Mont-Saint-Michel

Die Normandie entwickelte sich über viele Jahrzehnte zu einem religiösen Zentrum. Die Eingliederung in das französische Königreich 1204 und die Ereignisse des 100-jährigen Religionskrieges beeinträchtigten jedoch die Entwicklung der Region.

Etretat ist eine Gemeinde in der Region Haute-Normandie. Bekannt ist Etretat vor allem durch die steilen Felsklippen (französisch: "Falaises") mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen.

Etretat hat etwa 1600 Einwohner und liegt auf Meereshöhe direkt am Ärmelkanal an der 120 km langen Steilküste zwischen Dieppe und Le Havre, die wegen ihrer hellen Färbung Alabasterküste (Alabaster = Bezeichnung für Gips) genannt wird. Die Strände der Alabasterküste sind mit grobem Kies bedeckt.



Die Kreidefelsen von Étretat zählen zu den wichtigsten natürlichen Sehenswürdigkeiten der Normandie. Westlich von Étretat liegt die Falaise d'Aval mit der Porte d'Aval, einem großen natürlichen Felstor, das an einen Elefantenrüssel erinnert.

Vor der Porte d'Aval steht eine mächtige Felsnadel im Meer, L'Aiguille. Bei Ebbe kann man durch einen in den Fels geschlagenen Tunnel hinter der Porte d'Aval auf den nächsten Strandabschnitt gelangen, der am anderen Ende von der Manneporte, einem weiteren großen Felstor, begrenzt wird.

Östlich von Étretat erhebt sich die Falaise d'Amont mit der Porte d'Amont. Auf der Klippe thront die Kapelle Notre Dame de la Garde. Hinter der Kapelle befinden sich ein Monument und ein kleines Museum zu Ehren der Flugpioniere Charles Nungesser und François Coli.




Die Klippen Courtine, Manneporte, Falaises d'Aval et d'Amont, der Vaudieu-Felsen oder die Nadel von Belval... So die poesievollen Namen der gewaltigen Klippenformationen, die das Meer aus dem Kreide- und Feuersteinplateau des Hinterlandes herausmeißelte.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Gleicht dieser Felsen nicht einem Elefanten, der sein Rüssel ins Meer taucht? Könnte nicht, wie Maupassant es vermutete, gleich ein Schiff unter vollen Segeln durch den Bogen der Manneporte gleiten?

Besonders gut lässt sich die Alabasterküste bei einer Wanderung entdecken. Der Wanderweg GR21 führt die Wanderer von Le Havre über Etretat bis nach Le Tréport.



Die Grotte des Mannes Im Jahre 1792 warf ein Orkan einen schwedischen Segler in die Klippen. Am nächsten Tag fand man nur noch wenige Reste des Wracks. Es schien keine Überlebenden zu geben.

In einer freigespülten Grotte entdeckte man dann den Körper eines Matrosen. Als man diesen, wie seine unglückseligen Kollegen zuvor, zu Grabe tragen wollte, erwachte er aus seiner Ohnmacht.

Diese Grotte ist heutzutage durchstoßen und bietet bei Ebbe Zugang zum Strand von Jambourg. Erkundigen Sie sich bitte zuvor genau nach den Gezeiten!




Mit dem richtigen Vordergrund sieht das Tor von Etretat noch viel schöner aus :) (Meint stolz einer unserer Stammleser -  Willi Bissig - und hat uns dieses Foto zugeschickt!)

Der Alte Markt Einst gab es hier einen Bauernhof, danach einen Teich. Nachdem dieser zugeschüttet wurde, entstanden anjener Stelle Holzhütten. Diese wichen dann der Markthalle, in der viele sehenswerte Verkaufsstände ihren Platz finden.
           



Le Clos Arsène Lupin Am Empfang begrüßt Sie Grognard, treuer Komplize des wohl bekanntesten Meisterdiebes aus der Kriminalliteratur, Arsène Lupin.

Er führt Sie durch die Szenerie, in der sich dessen Leben mit dem seines literarischen Schöpfers, Maurice Leblanc, vermischen.

Tauchen Sie ein in die geheimnisvolle Atmosphäre des knarrenden Hauses - gekonnt inszinierte Licht- und Toneffekten kreieren eine perfekte Illusion. Nur Mut!
Denkmal Nungesser/Coli Die imposante Konstruktion in Form eines Pfeiles aus Beton hoch über der Stadt, erinnert seit 1963 an die beiden Piloten, die am 8. Mai 1927 als erste versuchten, den Atlantik an Bord ihres Flugzeuges, dem Oiseau Blanc, zu überqueren und dabei verschollen sind.



                     
Golfplatz In fantastischer Panoramalage über den Kreideklippen, gehört er zu den beeindruckendsten Plätzen überhaupt.

Besonders Loch 10 genießt unter Golfern einen legedären Ruf, auch nachdem es 100 Jahre nach der Eröffnung des Geländes neu gestaltet wurde.




Mein Tipp: Ziegenhof Le Valaine. Auf dem Ziegenhof von Agnès und Bernard Dherbécourt können Sie "außergewöhnliche" normannische Spezialitäten entdecken.

Neben Ziegenkäse werden hier Pralinen und Eis aus Ziegenmilch hergestellt. Auf Anfrage gibt es auch Hof-Führungen auf Deutsch! Natürlich können Sie auch alle Produkte in dem Hofladen kaufen.






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